Ein Besuch auf einer Kratom-Farm in Indonesien

Oktober 16, 2022

Kratom World Farm Besuch Green Maeng Da Indonesien

Wir haben uns gesagt, dass Sie, allen unseren treuen Kunden, sicher interessieren würde, woher wir eigentlich Kratom haben, wo es verarbeitet wird, und dass Sie ein bisschen in den ganzen Prozess einblicken könnten.

 

Deswegen haben wir uns auf unsere Farm in Indonesien begeben, genauer gesagt in den indonesischen Teil der Insel Borneo, woher wir Ihnen einen Bericht in Form des Blogposts mit einer kleineren Fotodokumentation bringen. Nach Indonesien fahren wir zu unseren Partnern wegen interner Audits und anderer Angelegenheiten regelmäßig. Wir wagen uns jedoch nicht regelmäßig direkt in den Dschungel zu der Farm, die mehrere Dutzend Stunden mit dem Auto auf unbefestigten Straßen und zusätzlich vier Stunden mit dem Boot von der Zivilisation entfernt ist. Für Sie sind wir aber aus der Komfortzone, d. h. aus unserem Büro ausgetreten und haben diese Reise anlässlich eines geplanten internen Audits in der Produktion gemacht.

 

Die Reise beginnt in unserer Betriebstätte in Pilsen, wo wir noch die letzten Details dem neuen Betriebsleiter erklären, der sich während unserer Abwesenheit um den Betrieb kümmern wird, solange wir nicht erreichbar sind und keinen Empfang haben. Am nächsten Tag fahren wir nach Berlin, von dort fliegen wir nach Doha in Katar und da besteigen wir bereits müde ein weiteres Flugzeug nach Jakarta, der Hauptstadt von Indonesien.

 

Hier übernachten wir nach dem langen und anspruchsvollen Flug und gleichen den Jet-Lag aus. Am nächsten Morgen haben wir mehr Zeit, um die Stadt zu erkunden, bevor wir weiterfahren. Es herrscht da ein schrecklicher Lärm und Gluthitze, an die wir uns schnell gewöhnen müssen. In Jakarta wissen und sprechen die meisten Einheimischen bereits über Kratom, aber es steht nicht in dem Mittelpunkt der Aufmerksamkeit wie in dem Gebiet, wohin wir gleich am nächsten Tag reisen wollen, nämlich auf der Insel Borneo. Konkret fliegen wir in die Stadt Pontianak, wo wir gleich nach der Landung unsere Partner treffen. Sie warten auf uns vor dem Haupteingang des Flughafens und wir setzen uns in ihr Auto und fahren zu ihrem Büro.

 

 

Nach ein paar Stunden Besprechungen und einem Arbeitsabendessen faulenzen wir nicht, steigen in einen Geländewagen ein und brechen um 18 Uhr zu einer langen Nachtfahrt durch den Dschungel auf. Auf dem Weg stoßen wir auf die ersten Probleme. Die Straßenverhältnisse in Borneo sind extremer als wir es gewohnt sind, deswegen sitzen am Steuer die Partner und nicht wir. Die Autos fahren hier in der linken Fahrspur und die Straße ist von schlechterer Qualität als unsere Straße der dritten Klasse, es ist mehr ein Feldweg. An manchen Stellen müssen wir sogar durch Wasser waten, weil es hier die Regenzeit ist und das Wasser nicht in den ohnehin schon nassen Boden einsickern kann. Später fahren wir an mehreren Lastwagen vorbei, die an den Rändern des dichten Dschungels abseits der Straße feststecken. Wir fragen den Fahrer, was mit ihnen passiert ist. „Sie sind am Steuer eingeschlafen, weil sie mehr als 24 Stunden am Stück gefahren sind“, antwortet er. Wir müssen uns versichern, dass er sich voller Energie fühlt. Nach einer Weile fahren wir von der Straße ab, das linke Hinterrad knallt. Es ist aber nicht wegen der Müdigkeit verursacht, sondern wegen der sehr schmalen Straße, an die unseren Wagen nicht gleichzeitig mit einem entgegenfahrenden Lastwagen hineingeht. Wir schlafen ein. Hmm, nicht ganz, denn wir auf einer ungepflasterten Straße voller Schlaglöcher etwa 3 Stunden fahren werden.

Gegen 8 Uhr morgens erreichen wir die Stadt Ketapang, wo wir an einem Haus anhalten, in dem die Familie des Hauptfarmers wohnt. Sie haben für uns ein lokales, ausgiebiges Frühstück vorbereitet, das aus Reis, getrocknetem Fisch, einem seltsamen braunen Ei und verschiedenen Sprossen besteht. Das alles ist mit einer unglaublich scharfen Chilisauce begossen. Es macht uns nichts aus, weil wir nicht geschlafen haben und es nicht unser erstes Essen des Tages ist. Deswegen müssen wir uns keine Sorgen machen, dass es uns den Magen verderben wird. Die ganze Familie macht mit uns nach dem Frühstück Dutzende Fotos und die alte Oma gibt uns eine Tasche mit Essen für die lange Reise, die vor uns liegt. Eine Weile versuchen wir noch, ein bisschen zu diskutieren, die Sprachbarriere ist aber groß. Englisch spricht nur der jüngste Farmer und nur gebrochen. Wir fragen noch, ob der Fahrer in ihrem Haus schlafen wird, damit er auf die Rückreise frisch wird. Sie bestätigen es mit einem Lächeln, er ist doch kein Roboter und muss auch schlafen. Wir steigen wieder ins Auto und fahren eine Stunde zum Fluss, wo auf uns zwei Farmer in einem Holzboot warten, das einem größeren Kanu ähnelt. Der Fahrer steigt auf einmal auch ins Boot. Ich und mein Kollege schauen uns entsetzt an und versichern uns, dass er später auf der Farm schlafen wird.

Wir fahren mit dem Boot auf. Der Fluss hat eine lehmige Farbe und sein Delta ist etwa so groß wie dreimal der Fluss Moldau. Vom Boot aus sind die ersten wilden Kratombäume im umliegenden Dschungel zu sehen. Das zeigt uns, dass wir näher unserem Zielort sind. Nach der dreistündigen Bootsfahrt kommen wir endlich zu der Farm an und sind trotz unserer unglaublichen Müdigkeit glücklich.

 

Aufgrund des gestiegenen Flusspegels ist ein Teil des Farmes überflutet und wir müssen mit einem kleinen Holzboot zum zentralen Trocknungsraum gelangen. Wir fühlen uns hier wie Könige, denn die Farmer waten durch das Wasser und ziehen das Boot mit, damit wir nicht nass werden. Im Zentrallager dieser regionalen Farm werden die Kratomblätter zum Trocknen vorbereitet und wir überprüfen die Qualität des Prozesses. Zum Zeitpunkt unseres Besuchs befanden sich im Trocknungsprozess Blätter für Green Pure Kratom und Red Pure Kratom. Die Blätter für das grüne Kratom werden gewaschen und direkt für etwa 24 Stunden auf Trockengestelle gelegt. Die Blätter für Red Kratom werden gewaschen und dann zusammengebunden, damit der Fermentationsprozess stattfinden kann. Während des Trocknungsprozesses bekommen diese Blätter nicht so viel Luft und erhalten daher ihre rote Farbe.

Wir haben diesmal die Zubereitung von Blättern für weißes Kratom nicht gesehen. Dieser Prozess unterscheidet sich von grünem Kratom durch die Trocknungsdauer, wobei eine längere Zeit für eine hellere (blassere) Farbe des Endprodukts sorgt. Die Trocknungszeit variiert von Art zu Art, beträgt aber in der Regel mehr als zwei Tage. Die verschiedenen Arten jeder Farbe werden dann nach dem Ort unterschieden, an dem die Blätter geerntet werden. Alle Farmen befinden sich allerdings im Umkreis von Dutzend Kilometern. Es stimmt nicht, dass einige Kratomarten aus anderen Teilen der Welt stammen, wie einige Verkäufer behaupten. In jeder Farm herrschen leicht abweichende Wachstumsbedingungen, wegen dem verschiedenen Baumalter oder Trocknungsweisen sind die Endprodukte aus Farmen unterschiedlich und werden anders genannt. Die Farmer müssen stets darauf achten, dass jede Charge möglichst viel dem Standard entspricht, an den Sie als unsere Kunden gewohnt sind.

 

Nach der Kontrolle und ein paar Fotos in dem Trocknungsraum kommen wir an einer kleinen Holzboot zu der nächsten Plantage an. Wir sitzen im Trockenen und werden von einem Arbeiter am Bug und einem am Heck geschleppt. Wir müssen uns einen Weg durch dichte Vegetation voller Spinnen und anderem Ungeziefer bahnen, das ist nicht angenehm, aber wir sind darauf vorbereitet.

Wir kommen zu Kratombäumen, wo uns Pflücker die Methode des Pflückens zeigen. Zuerst klettern sie den Baum bis fast zur Krone hinauf. Dann fangen sie an, die voll entwickelten Blätter zu pflücken und legen sie in einen großen Weidenkorb. Das Sammeln ist für die Pflücker zeitaufwendig und ziemlich unangenehm und wir würden schon gefährlich sagen, da das Wasser, in dem die Bäume wachsen, das Revier von Krokodilen und vielen verschiedenen Schlangen ist. Die Pflücker sind Profis und können das Alter eines jeden Baumes bestimmen. Sie zeigen uns auch die verschiedenen Blätterarten und erläutern ihre Verwendung. Es scheint, als hätten sie jedem Baum einen Namen gegeben.

 

Die Farmen sind hier nur lokal und jede hat ihren Hauptpflückner, der sich lediglich um diese Farm kümmert. Nur so kann die stabile Qualität einzelner Chargen (Ernten) erzielt werden. Mit dem Pflücken sind wir fertig und jetzt gehen wir zurück in den Trocknungsraum! Unterwegs ziehen wir noch das Fischernetz heraus, das die Farmer dort ausgelegt haben, um ihr Mittagessen zu fangen. „Mamma mia!“, sagen wir uns, denn statt Fischen ist das Netz voller Schlangen, die sich direkt neben den Händen des Farmers, der es über seinen Kopf hält, hin und her winden. Schnell weg, zurück in den Trocknungsraum, damit wir wieder in Sicherheit sind!

 

Wenn wir sicher im Trocknungsraum sind, machen wir ein paar letzter Fotos und schütten einigen Arbeitern die Hand. Wir wissen, dass wir Sie lange nicht wiedersehen werden. Der Fahrer, der eigentlich schlafen sollte, schläft offensichtlich nicht, und die Nervosität vor der Rückfahrt, die heute Abend stattfinden soll, steigt. Wir fahren mit dem Boot zurück.

 

Halbwegs halten wir noch an, um das Mittagsessen in einem auf dem Wasser schwimmenden Dorf zu genießen. Wir kommen uns vor, als wir in einer großen indoasiatischen Farmerfamilie gehören würden. Wir sitzen am Boden in der Mitte des Zimmers und beim für dieses Gebiet typischen Festessen mitessen. Wir sprechen mit Händen und Füßen und schlürfen Tee aus frisch gepflückten Kratomblättern. Mit dem Kollegen haben wir beim Tee gegoogelt und einen Plan ausgedacht, wie die Nachtfahrt mit dem müden Fahrer zu vermeiden. In der kleinen Stadt, die nicht weit von dem Dorf liegt und wo wir gefrühstückt haben, befindet sich ein Flughafen, woher ein kleines Flugzeug nach Pontianak fliegen soll. Wir erklären dem Farmer, dass wir wegen Arbeitsangelegenheiten fliegen bräuchten (wir wollen ihn nicht beleidigen, dass wir die Nachtfahrt fürchten). Ein paar Anrufe auf Indonesisch und er nickt, dass alles erledigt ist. Wir fahren mit dem Boot zum Auto!

 

Zum Flughafen kommen wir 5 Minuten vor dem geplanten Abflug und die eisige Ruhe der Einheimischen macht uns stutzig. Am Flughafen winken sie uns zu und ohne jegliche Kontrolle können wir gleich an Bord. Wir verabschieden uns vor den Farmern und bestätigen das morgige Treffen in Pontianak. Es ist uns nicht klar, wie sie schlafen werden, wenn sie wieder die ganze Nacht mit dem Auto fahren müssen. Im Unterschied zu 14 Stunden mit dem Auto ist das 40 Minuten lange Flug unvergleichbar angenehm. Nach der Ankunft holen uns Partner ab, die uns wegen unserem dringenden Anliegen und müden Augen zum Hotel fahren, wo wir sofort einschlafen.

 

Die Farm haben wir hinter sich! Wir wachen ganz spät auf und die Farmer schreiben uns, dass sie bei uns gegen 12 Uhr sein werden. Sie kommen uns im Hotel abzuholen und sie scheinen nur ein bisschen müde. Obwohl sie gerade nach einer so langen Reise angekommen ist, sieht man ihnen das überhaupt nicht an. Wir begeben uns zum Verarbeitungszentrum, wo die getrockneten Kratomblätter direkt aus der Farm geliefert werden. Der Transport der Blätter dauert etwa zwei Tage einer ununterbrochenen Fahrt und dazu noch eine dreistündige Bootsfahrt. Die Blätter kommen in 20-kg-Säcken verpackt ins Verarbeitungszentrum an und werden in eine Teemühle gekippt. Die Blätter können in verschiedenen Feinheitsgraden gemahlen werden, und der Farmer erklärt uns, was fürs Kratom am besten geeignet ist. Ein möglichst feiner Mahlgrad wird zum Beispiel nicht empfohlen, da die Blätter zu heiß werden und ihre Wirkstoffe verlieren würden. Darum wählt er die zweitfeinste Möglichkeit und die riesige Maschine wird in Gang gesetzt. Die Mahlgeschwindigkeit ist wirklich hoch und in kürzester Zeit ist ein 20 kg Sack voll mit schönem grünen Green Pure Kratom gefüllt.

 

So gemahlenes Kratom wird danach durchgesiebt, um Reste der Blattadern rauszunehmen. Das gemahlene und durchsiebte Kratom geht durch die UV-Prozedur und wird in den Raum verschoben, wo Pakete zur Expedition vorbereitet werden. Jede neue Charge wird ähnlich testiert, wie danach noch bei uns in Tschechien. Die vakuumierten Säcke voller Kratom werden in 20-Kilo-Kisten zum Hafen gebracht, wo sie in einen Container verladen werden und sich auf den Weg zu uns (Ihnen) in Europa machen. Ein Container kann bis zu 25 Tonnen Kratom fassen, um Ihnen eine Vorstellung zu geben.

 

Wir haben alles gesehen und wir sind froh, dass der Herstellungsprozess nach den Standarden eingehalten wird, die wir uns gesetzt haben. Die Arbeitspflichten beenden wir mit dem ganzen Team bei einem freundlichen Abendessen, an dem wir das zukünftige Verfahren besprechen. In den folgenden Tagen haben wir noch weitere Treffen absolviert und hatten auch die Chance, lokale Produkte zu probieren und Inspiration zu schöpfen.

 

Ein von den Produkten, die wir kosten konnten, ist beispielsweise das Getränk Extra Joss, das wir während der Reise stätig vor Augen hatten. Der Fahrer, der unglaubliche 3-tägige Belastung geschafft hat, wobei er kein Auge zugemacht hat, hat immer das Getränk Extra Joss zubereitet. Es handelt sich um einen verbesserten Energydrink, den wir alle kennen. Neben Koffein enthaltet er auch ein Extrakt aus asiatischem Ginseng, Gelée Royale und verschiedene andere lokale Kräuter. Wir haben für Sie eine bescheidenere Menge bereitgestellt, damit Sie etwas von der lokalen Stimmung (außer aus Kratom) aufnehmen können. Sie können es gleich HIER probieren.

 

Auf unserer Reise haben wir auch weitere Produkte aus der indonesischen Manufaktur getroffen. Als der Farmer Kopfschmerzen gekriegt hat und konnte den Schmerz bei der Nachtfahrt zu der Farm nicht aushalten, hat er aus seiner Tasche ein für uns geheimnisvolle Produkt ausgenommen, womit er sich den Scheitel und die Stirn eingeschmiert hat. Wir haben damals gefragt, worum es geht, und der Farmer starrte uns verwirrt auf, dass wir sowas Bekanntes nicht kennen. Es ging um Minyak Angin und es wird zum Beispiel zur Behandlung der Kopfschmerzen benutzt. Die Einheimischen verwenden es aber auch als Desinfektionsmittel oder für juckende Stellen. Wir haben auch welche mitgebracht, und zwar in zwei Varianten. Eine scharfe Version (mit Chili) und eine klassische Version mit Zitrusfrüchten. Falls also jemand von Ihnen Kopfschmerzen hat, HIER bietet sich die Gelegenheit, es zu probieren.

 

Wir wollten allen von Ihnen, unseren treuen Kunden, aus der Reise etwas mitbringen und wir haben darüber nachgedacht, was es sein könnte. Bei einem Spaziergang durch Pontianak haben wir völlig zufällig auf eine ältere Frau mit einem Kind gestoßen, die auf der Straße Armbänder mit Lavasteinen verkauft haben, die sie selbst gemacht hatten. Es ist uns gleich eingefallen, dass das gerade die richtige Sache sein kann. Mithilfe des Übersetzungsprogramms haben wir mit ihnen vereinbart, dass sie für uns Armbänder gemacht könnten, die in sich etwas Gemeinsames mit Kratom tragen werden. Und wir haben es ausgedacht! Der schwarze Lavastein symbolisiert hiesige Vulkane, eine Koralle mit Symbol der Kratomsamen (es sieht wirklich so aus) und ein Anhängsel mit dem Blatt. Sie haben in zwei Tagen genau 500 Stück Armbänder gemacht (250 für Frauen und 250 für Männer – der hat um 2 Korallen mehr). Damit wir auch eine Wohltat gemacht haben, der gesamte Gewinn aus diesen Armbändern wird der Familie gezahlt, die die Armbänder gemacht hat. Sie taten uns trotzdem ein bisschen leid, denn es kann keine Hitparade sein, solche Sachen in einer Stadt absolut ohne Touristen zu verkaufen. Wenn Sie ein Armband direkt aus der Kratomstadt haben wollen, klicken Sie HIER.

Wenn der Artikel in Ihnen das Interesse geweckt hat, können Sie sich auch die Präsentation mit Fotos unten ansehen.

Wir danken Ihnen, dass Ihr den ganzen Bericht aus unserer Reise bis hierher gelesen haben! Wir schätzen Ihr Vertrauen und tuen es für Sie!